Ben-Haim-Forschungszentrum

 

Aktuelles

10.09.2020: Interview im Münchner Feuilleton über die Arbeit des Ben-Haim-Forschungszentrums

29.06.2020: Sonderkonzert der HMTM um 19 Uhr im Live-Stream mit Liedern von Paul Ben-Haim und Walter Arlen

29.06.2020: Interview mit Deutschlandfunk Kultur über das Zentrum und den Komponisten Paul Ben-Haim

21.05.2020: "Beifall bleibt zu unterlassen", Bericht der Süddeutschen Zeitung über die Forschung des Zentrums

 

Das Forschungszentrum

München verfügte zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur über eine der größten jüdischen Gemeinden Deutschlands. Eine Vielzahl bedeutender Künstlerinnen und Künstler prägte weit über die Stadtgrenzen hinaus eine lebendige jüdische Musikkultur. Als ‚Hauptstadt der Bewegung‘ machte sich deshalb der antisemitische Verfolgungsdruck der Nationalsozialisten hier wie in ganz Bayern besonders stark bemerkbar. Nach dem Ende des ‚Dritten Reichs‘ wurde die Region als Ziel der jüdischen Remigration und zentraler Durchgangsraum für Displaced Persons zu einem der wichtigsten Schauplätze jüdischen Musiklebens in der Bundesrepublik.

Das Ben-Haim-Forschungszentrum – eine gemeinsame Initiative der Hochschule für Musik und Theater München und der Landeshauptstadt München – untersucht die Geschichte und die Musik verfolgter Komponistinnen und Komponisten sowie die jüdische Musikkultur in ihrer ganzen Vielfalt vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus mit Schwerpunkt im süddeutschen Raum. Nicht zuletzt aufgrund ihres Hauptgebäudes an der Arcisstraße 12, einem ehemaligen Repräsentationsbau der Nationalsozialisten, sieht sich die Hochschule hierbei in besonderer historischer Verantwortung. Zahlreiche Biographien ehemaliger Mitglieder, Schülerinnen und Schüler der Akademie der Tonkunst sind untrennbar mit der NS-Vergangenheit verbunden.

So auch im Falle des Namensgebers des Forschungszentrums, Paul Ben-Haim: Der 1897 in München als Paul Frankenburger geborene Dirigent, Komponist und früherer Schüler der Hochschule emigrierte aufgrund massiver antisemitischer Anfeindungen 1933 nach Palästina, wo er seinen Nachnamen in Ben-Haim („Sohn Heinrichs“) änderte. Ben-Haims Biographie steht stellvertretend für viele andere jüdische Musikerinnen und Musiker, die vom Nationalsozialismus vertrieben wurden. Während seines Exils wurde er zu einer der einflussreichsten Personen für das Musikleben Palästinas und die Entwicklung eines israelischen Nationalstils.

Die Forschungsarbeit des Zentrums, die durch eine Lehr-, Vortrags- und Publikationstätigkeit sowie Konzertveranstaltungen ergänzt wird, soll dazu beitragen, die Geschichte jüdischer Künstlerinnen und Künstler aufzuarbeiten, eine lebendige Erinnerungskultur für jüdische Musik und jüdische Musikschaffende in München und ganz Bayern zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Kontakt

Wissenschaftlicher Mitarbeiter:

Tobias Reichard | This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Pressearbeit:

Angelika Schindel | This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Anfahrt:

 

Wegbeschreibung auf Google Maps

 

Pressemitteilungen

24.04.2020: Tobias Reichard im Interview zur Arbeit des Zentrums

24.04.2020: Pressemitteilung | Erstes Forschungsprojekt des Ben-Haim-Forschungszentrums geplant

19.03.2020: Pressemitteilung | Feierliche Eröffnung des Ben-Haim-Forschungszentrums verschoben

03.03.2020: Pressemitteilung | Eröffnung des Ben-Haim-Forschungszentrums am 30. März 2020

 

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