Projekte & Veranstaltungen


Aktuelles

Auszeichnung für Prof. Dr. Friedrich Geiger 

Die Academia Europaea hat Prof. Dr. Friedrich Geiger, Inhaber des Lehrstuhls für Historische Musikwissenschaft, zum Ordentlichen Mitglied gewählt. Die Academia Europaea ist eine unabhängige europäische wissenschaftliche Gesellschaft mit Sitz in London, deren Ziel die Förderung von Exzellenz in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie allen Naturwissenschaften ist. Die Akademie umfasst rund 4.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa. 
»Die Wahl in die Academia Europaea ist eine große Ehre«, so Prof. Geiger, »ich freue mich sehr über diese Anerkennung meiner Forschungsarbeit und die vielen Möglichkeiten, die dieses herausragende internationale und interdisziplinäre Netzwerk eröffnet«. 

Ben-Haim-Forschungszentrum: Dr. des. Tobias Reichard

Das Ben-Haim-Forschungszentrum der Hochschule für Musik und Theater München untersucht die Geschichte und die Musik verfolgter Komponistinnen und Komponisten sowie die jüdische Musikkultur in ihrer ganzen Vielfalt vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus mit Schwerpunkt im süddeutschen Raum. Nicht zuletzt aufgrund ihres Hauptgebäudes an der Arcisstraße 12, einem ehemaligen Repräsentationsbau des Nationalsozialismus, sieht sich die Hochschule hierbei in besonderer historischer Verantwortung. Zahlreiche Biographien ehemaliger Mitglieder, Schülerinnen und Schüler der Akademie der Tonkunst sind untrennbar mit der NS-Vergangenheit verbunden.
So auch im Falle des Namensgebers des Forschungszentrums, Paul Ben-Haim: Der 1897 in München als Paul Frankenburger geborene Dirigent, Komponist und früherer Schüler der Hochschule emigrierte aufgrund massiver antisemitischer Anfeindungen 1933 nach Palästina, wo er seinen Nachnamen in Ben-Haim („Sohn Heinrichs“) änderte. Ben-Haims Biographie steht stellvertretend für viele andere jüdische Musikerinnen und Musiker, die vom Nationalsozialismus vertrieben wurden. Während seines Exils und bis zu seinem Tod 1984 in Tel Aviv wurde er zu einer der einflussreichsten Personen für das Musikleben Palästinas und die Entwicklung eines israelischen Nationalstils.

Tobias Reichard studierte historische Musikwissenschaft, italienische Literaturgeschichte und Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg. Nach Stipendien des Deutschen Historischen Instituts Rom und des Deutschen Studienzentrums Venedig war er von 2014 bis 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg mit einer Dissertation zu den "deutsch-italienischen Musikbeziehungen unter Hitler und Mussolini vor 1943". 2017 bis 2019 arbeitete Tobias Reichard als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth, wo er als Ko-Kurator die Ausstellung "Hitler.Macht.Oper" (Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg) entwickelte. Seit März 2020 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ben-Haim-Forschungszentrum der Hochschule für Musik und Theater München.

Neupublikation

Jetzt erschienen:

Napoleon und die Musik in Bayern. Bericht über das interdisziplinäre Symposium Ingolstadt, 1.-2. August 2015. Herausgegeben von Stephan Hörner und Dorothea Hofmann
(Musikwissenschaftliche Schriften der Hochschule für Musik und Theater München, Bd. 14). München: Allitera, 2020. [164 Seiten.]

Zurückliegendes (Auswahl)

Sommersemester 2019: DAAD-Gastprofessur von Dr. Tina Frühauf, Columbia University (USA)

11.–12. Juli 2019: Internationales Symposium (an der HMTM unter wiss. Leitung von Prof. Dr. Frühauf)
Jewish Music in Southern Germany: History, Exile, Continuance / Jüdische Musik im süddeutschen Raum: Geschichte, Exil, Fortleben

Die Tagung hat jüdische Musik im süddeutschen Raum im weiten geschichtlichen Horizont bis zur Schoah und darüber hinaus thematisiert. Einige Vorträge haben sich dabei mit der Geschichte der jüdischen Musik in München auseinandergesetzt. Unter den Referenten waren renommierte Musikwissenschaftler wie Mark L. Kligman, Jascha Nemtsov und Sarah M. Ross. Ein Konzert des Synagogal Ensemble Berlin und musikalische Beiträge von Studierenden der HMTM unter der Leitung von Hans-Christian Hauser haben das Programm abgerundet. Mit organisiert wurde das öffentliche Symposium vom Musikwissenschaftlichen Institut der HMTM durch Prof. Dr. Claus Bockmaier. Die Finanzierung der Konferenz erfolgt mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

27.–28. April 2018: Musikwissenschaftliches Symposium
Aufführung und Interpretation – Aspekte, Perspektiven, Diskussionen zur performativen Expressivität des KClaviers.

Im Zusammenhang mit den Barocktagen der HMTM veranstaltet vom
Musikwissenschaftlichen Institut, mit Vorträgen von:
Prof. Dr. Claus Bockmaier (HMTM) - Prof. Dr. Josef Focht (Leipzig) - Jürgen Geiger (Doktorand HMTM) - Prof. Dr. Dorothea Hofmann (HMTM) - Prof. Markus Jans (Basel) - Prof. Dr. Kai Köpp (Bern) - Prof. Dr. Heinz von Loesch Berlin (Berlin) - Prof. Dr. Manfred Hermann Schmid (Augsburg) - Prof. Dr. Thomas Seedorf (Karlsruhe) - Dr. Kilian Sprau (Augsburg) - Prof. Dr. Christian Utz / Dr. Thomas Glaser (Graz).

Programm im Einzelnen: siehe hier (Programmheft).

4.5. November 2016: Symposium im Rahmen des Reger-Festivals
Reger-Perspektiven

Veranstaltet vom Musikwissenschaftlichen Institut in Kooperation mit der Abteilung Musiktheorie der Hochschule und dem Institut für Musikwissenschaft der LMU
(Musikhochschule Arcisstr. 12, Kleiner Konzertsaal).

Mitwirkende:
Prof. Dr. Claus Bockmaier (HMTM), Prof. Dr. Markus Böggemann (Universität Kassel), Prof. Bernhard Haas (HMTM), Prof. Dr. Dorothea Hofmann (HMTM), Prof. Dr. Ariane Jeßulat (Universität der Künste Berlin), Prof. Dr. Michael Polth (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim), Prof. Dr. Wolfgang Rathert (LMU München), Prof. Stefan Rohringer (HMTM), Dr. Kilian Sprau (HMTM).

16. Oktober 2013: Festveranstaltung zur Buchpräsentation
Johannes Brahms Interpretationen seiner Werke

März 2013: Opernprojekt Johann Simon Mayr (17631845)
Adelasia ed Aleramo
(Melodramma serio, UA Mailand 1806)

Wiederaufführungen durch die Bayerische Theaterakademie im Prinzregententheater München und im Stadttheater Ingolstadt – auf der Basis einer am Institut nach den historischen Partiturquellen hergestellten Aufführungsfassung – und musikwissenschaftliches Symposium (3. März 2013).

12. Februar 2012: Workshop im Gasteig
Glenn Gould als Interpret

Der Workshop im Rahmen der Veranstaltung "We do not play the piano with our fingers but with our mind." - Zum 80. Geburtstag von Glenn Gould - widmete sich den interpretatorischen Schwerpunkten der Klavierkunst dieses Pianisten. In Kurzvorträgen mit anschließender Diskussion standen Goulds Interpretationen von Bach, Mozart, Beethoven und Brahms auf dem Prüfstand. Mit Prof. Dr. Mauser (Moderation), Prof. Dr. Bockmaier, Dr. Dorothea Hofmann und Promovenden des Musikwissenschaftlichen Instituts.

4.5. November 2011: Symposium und Konzerte
Künstler und Emigration
Max Kowalski

In Kooperation mit der Universität Mozarteum Salzburg, der Paris Lodron Universität Salzburg und der Internationalen Stefan Zweig Gesellschaft Salzburg.

Vorträge von Josef Berghold (Sir Peter Ustinov Institut Innsbruck), Joachim Brügge (Universität Mozarteum Salzburg), Lars Ebert (Castrum Peregrini Amsterdam), Sophie Fetthauer (Universität Hamburg), Julia Hinterberger (Universität Mozarteum Salzburg), Dorothea Hofmann (HfMTh München), Hildemar Holl (Internationale Stefan Zweig Gesellschaft Salzburg), Dirk Jansen (Niederländische Stefan Zweig Gesellschaft Doorn), Jutta Raab Hansen (Jewish Musical Institute’s International Centre for Suppressed Music London); weitere Beteiligte am Round Table: Harald Eggebrecht (Süddeutsche Zeitung), Michael Kowal (Neffe von Max Kowalski, London), Siegfried Mauser.

Konzerte von Wolfgang Holzmair (Bariton) mit Therese Lindquist (Klavier) sowie von Studierenden der Liedklassen Prof. Dr. Siegfried Mauser, Fritz Schwinghammer, Rudi Spring, Prof. Donald Sulzen, Tobias Truniger und Prof. Wolfgang Holzmair (Mozarteum Salzburg).

April–Mai 2011: Ausstellung vor dem großen Konzertsaal:
Zwei mittelalterliche Pergamentblätter mit notierter Musik

22.23. Februar 2010: Symposium und Konzert
Chopins Klavierwerke Fragen der Edition und Interpretation

8.9. Mai 2008: Symposium 
Die Münchner Schule und Max Reger – Neuromantik und Moderne um 1900 

In Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft der LMU und dem Orff-Zentrum München, unter der Leitung von Prof. Dr. Hartmut Schick und Prof. Dr. Siegfried Mauser.

Wintersemester 2002/2003: Ausstellung
Der Komponist Franz Mixa

 

 

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